Unterschiede zwischen MSM und anorganischem Schwefel

Teil 1: Es handelt sich bei MSM und Schwefel um zwei verschiedene Pulver. MSM ist weiß-kristallin und Sulfur ist hellgelb-pulvrig. Beide haben das Wort Schwefel im Namen, unterscheiden sich aber beträchtlich in ihren Anwendungen und Wirkungen.
Der wesentliche Unterschied besteht in ihrer Herkunft. Der gelbe Sulfur ist elementar, kommt also aus dem Erdreich und ist nicht wasserlöslich. MSM, das weisse Pulver, ist organisch und stammt aus Pflanzen. Außerdem ist es wasserlöslich und bioverfügbar. Wir vergleichen die beiden Schwefelarten miteinander und wägen ab, was die Unterschiede und Anwendungsmöglichkeiten sind.

Aber was hat es mit den beiden Schwefelarten auf sich und warum sind sie wichtig für unseren Körper? In letzter Zeit wird viel über eine Darmkur mit Sulfur, dem anorganischen bzw. elementaren Schwefel, geschrieben. Mit der Schwefelkur soll der Körper MSM, Metylsulfonymethan bzw. den organischen Schwefel aufbauen können.

Viele kennen den Schwefel Sulfur aus dem Chemieunterricht, denn die Experimente damit waren spektakulär. Er brennt gut, ist explosiv und man kann Streichhölzer, Schwarzpulver und Schiesspulver damit herstellen. Kein Feuerwerk kommt ohne Schwefel aus. Beim Verbrennen sticht er in der Nase und wurde in Mythen und Fabeln dem Teufel und dem höllischen Feuer zugeordnet. Deshalb können sich manche gar nicht vorstellen, dass Sulfur auch eingenommen werden kann. Der Schwefel hat aber desinfizierende Eigenschaften, das wussten schon die alten Griechen und setzten ihn gegen Infektionen und sogar gegen die Pest ein. Heute wird Sulfur (anorganisch) in verschiedenen Schwefelverbindungen als Antioxidationsmittel und Konservierungsstoff in der Lebensmittel-Herstellung eingesetzt. Anorganischer Schwefel ist in vielen Medikamenten zur Darmregulierung enthalten und wird bei der Behandlung von Hauterkrankungen z.B. bei Akne eingesetzt. Manche reiben sich das elementare Schwefelpulver auch auf die Fusssohlen, um den Körper zu entgiften.

Welche Wirkung erfüllt elementarer Schwefel im Körper? Das Wichtigste zuerst: Elementarer Schwefel ist für den Körper völlig unbedenklich. Er bleibt bei seinem Gang durch den Verdauungstrakt unverdaut und wird wieder ausgeschieden. Was der Körper sich zu Nutzen macht, sind seine Elektronen, die sich im Darm auf die vorhandenen freien Radikale stürzen. Warum sollte man zusätzlich elementaren Schwefel einnehmen? Es gibt Studien, die besagen, dass das hellgelbe, geschmacksneutrale Sulfurpulver, mit Wasser eingenommen, entgiftende Prozesse im Körper einleiten kann und dabei hilft, alte Fäulnis-Reste aus dem Darm abzutragen. Es soll sogar bei Borreliose und Neurodermitis helfen. Die häufigste Anwendung für Sulfur bleibt jedoch die Darmsanierung. Die empfohlene Länge der Sulfur-Kur kann von Person zu Person verschieden sein.

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