Kichererbsen-Guide

Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Kichererbsen. Also auch keine Falafel, keinen Hummus, keinen Kichererbsensalat … OMG! Das  müssen wir uns zum Glück nicht vorstellen. Nicht umsonst zählt die Kichererbse in vielen Ländern zu den Grundnahrungsmitteln. Zum Glück landet sie mittlerweile auch bei uns immer häufiger auf den Tellern. Woher sie stammt, wieso sie so gesund ist und was bei der Zubereitung beachtet werden muss, erfahren Sie hier in unserem Kichererbsen-Guide.

Die Kichererbse wurde schon vor ca. 8000 Jahren in Vorderasien, genauer gesagt in der Türkei angebaut und gehört zu den ältesten Anbaupflanzen der Welt. Von dort kam sie im Mittelalter über Nordafrika nach Europa. In Mexiko und Indien sowie vielen anderen Ländern zählt die Kichererbse zu den Grundnahrungsmitteln. Kichererbsen sind preiswert, sehr nahrhaft und vielseitig. Indien ist das grösste Anbauland, aber auch in Nordafrika, in der Türkei, in Australien und in Spanien wird die Pflanze kultiviert und von dort aus exportiert.

Die Kichererbse gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Bohnen, Linsen und Soja sind ihre Geschwister. Ihren Namen hat sie dem lateinischen Wort “chicer” (Deutsch: Erbse) zu verdanken. Es gibt verschiedene Sorten, doch zum Kochen sind zwei Sorten besonders beliebt. Bei uns in Europa ist der sogenannte Kabuli-Typ, der am meisten verbreitete. Die sind gross, gelblich-beige, haben einen leicht nussigen Geschmack und wachsen im Mittelmeerraum. Der Desi-Typ stammt aus Indien und ist kleiner und dunkler als die Kichererbsen aus Europa.

Was steckt drin? Eins steht fest, wenn Kichererbsen auf dem Teller landen, tut man sich etwas Gutes. Sie stecken voller Proteine und sind daher eine hervorragende Alternative zu tierischem Eiweiss. In 100 g Kichererbsen sind rund 19 Gramm Eiweiss enthalten, was eine ordentliche Ladung Energie für die Muskeln bedeutet. Optimal, wenn Sie sich vegetarisch oder vegan ernähren, um genug Proteine aufzunehmen. Aber die Kichererbse kann noch mehr: Neben ihrem hohen Eiweissanteil enthält sie auch viele Ballaststoffe, die lange satt machen und den Blutzuckerspiegel senken. Die Kichererbse ist wirklich vielfältig. Ob im Salat, als Suppe, im Eintopf, im Currygericht oder zum Backen – mit der Hülsenfrucht wird Ihr Gericht bestimmt nicht langweilig. Am häufigsten werden kräftige Gewürze wie Koriander oder Kreuzkümmel für Kichererbsen-Speisen verwendet, aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die Kichererbse und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten:

  • als Hauptbestandteil einer Speise wie in Falafel und Hummus
  • als Fleischersatz z.B. in Burgern, die aus den Erbsen geformt und angebraten werden
  • als besondere Zutat für bunte Salate, Eintöpfe und Aufläufe
  • zum Backen mit Kichererbsenmehl
  • als Snack (Kichererbsen aus dem Glas verwenden), indem sie mit Gewürzen und Ölen goldbraun und knusprig gebacken werden

Aquafaba: Interessante Alternative für Veganer. Die Kichererbse hat als Alternative zu tierischen Produkten noch ein zusätzliches Ass im Ärmel: Aquafaba. Das Kichererbsenwasser aus der Dose kann als vegane Alternative für Eischnee genutzt werden. Wie das geht? Für die Verwendung sollte das Kirchererbsenwasser Zimmertemperatur haben, dann wird es mit der Küchenmaschine oder dem Mixer wie Eiweiss aufgeschlagen. Im Anschluss kann es für leckere, luftige Süssspeisen verwendet werden.

Geheimtipp: Wenn ein Teelöffel Natron mit ins Kochwasser gegeben wird, verkürzt das die Garzeit der Kichererbsen nicht nur um die Hälfte, sondern sie sind dadurch auch bekömmlicher für Magen und Darm.
Wichtige Nährstoffe in der Kichererbse: Eiweiss, Eisen, Ballaststoffe, Vitamine, Folsäure, Magnesium, Kalzium und Zink.
Achtung: Kichererbsen sollten in rohem Zustand nicht gegessen werden, da sie den Giftstoff Phasin enthalten. Dieser zerfällt jedoch beim Kochen und die Kichererbsen sind unbedenklich geniessbar und lecker.

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