Intervallfasten ist lernbar!

Fasten heißt das Gebot der Stunde und ist unserer Meinung nach der schnellste Weg abzunehmen. Aber wie schafft man diese Ernährungsumstellung ohne große Krisen und Heißhungerattacken? Intermittierendes Fasten können wir uns antrainieren wie die Ausdauer beim Sport. Besonders leicht umzusetzen ist zu Beginn der Zwei-Mahlzeiten-Rhythmus. Im Gegensatz zu anderen Diäten wird nicht vorgeschrieben, was gegessen werden soll.
Die Auswirkungen dieser Ernährungsumstellung auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit stellen sich bereits nach wenigen Tagen ein. Regelmässige, nüchterne Phasen stimulieren die Produktion des Wachstumshormons, das bei der Zellreparatur sowie beim Fett- und Muskelabbau eine Schlüsselrolle spielt. Durch Intervallfasten verbessert sich die Insulinsensitivität vor allem in Kombination mit Bewegung. Niedrige Insulinwerte im Blut gehen mit einer besseren Fettverbrennung einher. Der Stoffwechsel wird gezwungen, rasch zwischen Fetteinlagerung und verbesserter Fettverbrennung zu switchen. Eine Körperfunktion, die bei der Einnahme mehrerer Mahlzeiten am Tag und einer übermässigen Kalorienzufuhr nicht aktiviert wird.

Wie schafft man es, aus dem übersättigten Rhythmus von täglich drei oder mehr Mahlzeiten auszubrechen und von einem Tag auf den anderen nur noch mit zwei Mahlzeiten auszukommen? Wie lernt man ein paar Stunden Hunger auszuhalten, statt jedem Magenknurren direkt nachzugeben? Indem man sich von der Vorstellung löst, Hunger sei eine unangenehme körperliche Empfindung oder gar eine Aufforderung dazu, sofort etwas zu essen.

Erstens legt sich das Hungergefühl, sobald die ersten kritischen ein bis zwei Tagen überwunden sind. Zweitens stellt sich in den nüchternen Phasen rasch ein Wohlbefinden und ein Leistungshoch ein, das sich wohltuend von der zuvor empfundenen Müdigkeit und der Schwere unterscheidet. Drittens erhöht der Hunger den Bewegungsdrang, verbessert die Lernfähigkeit und das Gedächtnis, weil die Gehirnzellen gezwungen werden, neue Kontakte untereinander zu knüpfen.

Der häufigste und wichtigste Auslöser von Heißhunger ist ein zu stark schwankender Zuckerspiegel. Der wiederum ist die Folge eines zu hohen Zuckerkonsums und einer zu häufigen Zufuhr von Kohlenhydraten. Wer Heisshunger bekämpft, indem er sich schnell verdauliche Kohlenhydrate zuführt, verschlimmert das Problem nur. Wer das Gegenteil macht, also den Konsum von Zucker und Kohlenhydraten stark einschränkt, kann sich aus diesem Teufelskreis befreien. Grundlage der Gerichte des Zwei-Mahlzeiten-Rhythmus sollten hochwertige, möglichst unverarbeitete, eiweiß- und ballaststoffreiche Lebensmittel ohne schnelle Kohlenhydrate sein, vorwiegend auf pflanzlicher Basis. Dem Körper weniger Nahrung zuzuführen ist zum Beispiel keine Lösung, denn der Körper passt sich der verringerten Energiezufuhr an und senkt den Kalorienverbrauch. Sobald die Diät längst beendet ist, bleibt der Grundumsatz erniedrigt und man nimmt schneller wieder zu. Beim Intervallfasten bekommt der Körper nicht auf Dauer zu wenig, sondern vorübergehend überhaupt keine Nahrung. Dann schaltet er auf Fettverbrennung um. Das macht das Intervallfasten so effektiv. Denken Sie daran, es ist lernbar.

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