Gesundheitsgefahren durch Transfettsäuren

Was sind Transfettsäuren? Es sollte ein Fortschritt werden, als vor gut 100 Jahren die Fetthärtung erfunden wurde und damit der Siegeszug der Margarine eingeleitet wurde. Diese Entdeckung machte es möglich, dass aus flüssigen Pflanzenölen Fette gemacht wurden, die streichfähig waren und sich somit ideal für die Küche eigneten. Hinzu kam längere Haltbarkeit. Aber bei diesem Prozess entstehen Transfettsäuren, die ungesättigten Killerfette, die wir unbemerkt und ungewollt mitessen. Durch die besondere Anordnung  der Moleküle stellen sie eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar. Sie lagern sich in die Zellen ein, verstopfen und verhärten sie, sodass Nährstoffe, die Zellen zum Überleben benötigt, nur noch schlecht oder gar nicht mehr eingebracht werden können. Transfettsäuren sind in ganz vielen Produkten, die wir täglich zu uns nehmen, vorhanden und werden uns unter anderem mit der Bezeichnung “teilweise gehärtetes pflanzliches Fett oder Öle”  untergejubelt. Prof. Jahreis und sein Team vom Institut für Ernährungsphysiologie der Universität Jena haben bei Backwaren, Fritieröl und Snacks wie Chips, Flips und Mikrowellen-Popkorn einen Transfettanteil von bis zu 50% nachgewiesen. Blätterteig, Kuchenteig, Margarine und Fertigprodukte wie Nudelgerichte mit ganz unterschiedlichen Saucen sind ebenfalls sehr transfettlastig. Und nicht zu vergessen die Vielzahl an Lightprodukten. Wie gesund kann abnehmen denn sein? Enthält das Produkt weniger als 0,5 Gramm Transfettsäuren, darf auf der Packung stehen “enthält keine Fettsäuren”. Unfassbar. Dennoch können Sie zumindest bei amerikanischen Produkten erkennen, ob Transfettsäuren enthalten sind, in dem Sie bei der Zutatenliste auf den Begriff hydrogenated (hydrogeniert) achten.

Warum Transfettsäuren gefährliche Gesundheitsgegner sind! Transfettsäuren verdoppeln das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beeinflussen Blutwerte negativ, mehr als jedes andere Fett. Senken den Wert des herzschützenden HDL-Cholsterins. Verstopfen die Adern und Zellen. Erhöhen das Risiko an Diabetes zu erkranken, da das Insulin nur erschwert Zucker durch die harten Zellwände schleusen kann. Haben im Durchschnitt mehr Nachteile, als die schädlichen Pestizidrückstände in Lebensmitteln. Verursachen bis zu 30 % mehr gefährliches Bauchfett. Wie gefährlich diese Fette tatsächlich sind, sagt uns viel besser als jede wissenschaftliche Studie der Gesetzgeber selbst: In New York wurden Transfette ab 2008 gesetzlich verboten. Drei Jahre zuvor wurde in Dänemark beschlossen, dass alle angebotenen und importierten Nahrungsmittel höchstens 2% Transfettsäuren enthalten dürfen. In Deutschland und bei uns in der Schweiz und im Rest von Europa gibt es bisher keine Einschränkungen bei der Verwendung von Transfettsäuren.

So schützen Sie sich vor Transfettsäuren. Kaufen Sie sie erst gar nicht, sehen Sie sich die Zutatenliste genau an und achten sie auf Begriffe wie “hydrogeniert”, “gehärtete Fette” oder “Pflanzenfett gehärtet”. Pflanzenfette nicht zu stark erhitzen, kaltgepresste, native Öle wie Olivenöl am besten gar nicht erhitzen. Für heisses Braten hoch erhitzbare Öle verwenden (z. B. Kokosfett oder Butter). Frittiertes sowie Fastfood, Fertiggerichte, Blätterteiggebäck, Chips und Süsswaren mit Genuss verzehren und dann wieder darauf verzichten.

OMEGA 3 machts möglich: Fit mit den RICHTIGEN Fetten! Das geht tatsächlich. Die Omega 3 Fettsäuren sind ein solcher Fitmacher aus der Natur. Wir haben fast alle zu wenig davon, weil wir über die Nahrung nicht genug davon erhalten. Omega-3-Fettsäuren bewirken so ziemlich das Gegenteil von den Transfettsäuren.  Es gibt heute einige gute natürliche Nahrungsmittelergänzungen, die das Depot auffüllen können.

Mehr als 11000 Studien haben bestätigt, dass sie Konzentration und Gedächtnis steigern, Abwehrkräfte und Immunsystem stärken, für geschmeidige Gelenke sorgen, Herz und Kreislauf schützen, sogar die Fettverbrennung beschleunigen und den Alterungsprozess der Haut verlangsamen.

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