milchallergie-laktoseintoleranz

Der Unterschied zwischen Milchallergie und Laktoseintoleranz

Nach dem Genuss von Milch und milchzuckerhaltigen Produkten tierischen Ursprungs plagen immer mehr Menschen Verdauungsprobleme wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Wer nämlich Milchprodukte schwer verdauen kann, verträgt Milchzucker womöglich nur in kleinen Mengen. Man spricht dann von einer Laktoseintoleranz.

Es kann aber auch ein anderes Problem dahinterstecken. Bevor man sich dazu entschließt, seine Ernährung grundlegend umzustellen, ist es daher sehr wichtig, dass die richtige Diagnose gestellt wird – vor allem für Kinder, Jugendliche und Personen mit einem erhöhten Kalziumbedarf.

Laktoseintoleranz, auch Milchzucker-Unverträglichkeit genannt, ist keine Allergie. Beides voneinander zu unterscheiden, ist wichtig: Bei einer Milchallergie reagiert der Körper selbst auf geringste Mengen von Milch oder Milchprodukten. Menschen mit Laktoseintoleranz dagegen vertragen bestimmte Mengen an Milchzucker, ohne Beschwerden zu bekommen.

Symptome

Bei einer Nahrungsmittelallergie können schon kleine Mengen eines Lebensmittels ausreichen, um Beschwerden auszulösen. Die Symptome können unterschiedlich sein und verschiedene Organe betreffen:

  • Reaktionen in Mund und Rachen und auf der Haut: Sie treten am häufigsten auf. Es kommt zu Jückreiz und Schwellungen oder zu Hautausschlägen mit Rötungen und Quaddeln.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Typisch sind Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Die Beschwerden zeigen sich meist innerhalb einer halben Stunde nach dem Verzehr, manchmal erst einige Stunden danach.
  • Atemprobleme: Anzeichen sind Husten, Heiserkeit oder pfeifende Atmung.

Nahrungsmittel können auch stärkere anaphylaktische Reaktionen auslösen, bis hin zu Blutdruckabfall und Bewusstlosigkeit. Außerdem können das Gesicht, die und Atemwege anschwellen, was zu Atemnot führen kann.

Die Beschwerden können je nach Auslöser unterschiedlich ausfallen. So führen Obst und Gemüse in der Regel eher zu leichteren Symptomen wie Hautausschlägen, während Nüsse oder Schalentiere häufig stärkere Beschwerden auslösen.
Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie können leicht mit denen anderer Erkrankungen oder mit Intoleranzen verwechselt werden. So enthalten manche Nahrungsmittel Zusatz- und Aromastoffe wie etwa Glutamat, die Allergie ähnliche Beschwerden verursachen können. Bei Magen-Darm-Infekten oder Reizdarmsyndrom können ähnliche Verdauungsprobleme auftreten.

Ursachen und Risiken

Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem auf harmlose Eiweiße in der Nahrung, als wären sie Fremdkörper.
Manche Menschen haben familiär bedingt eine erhöhte Neigung zu Allergien. Eine Nahrungsmittelallergie kann zudem mit einer Kreuzallergie auf Pollen einhergehen. Das heißt, dass Menschen mit einer Pollenallergie dann auch auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren. Der Grund dafür ist, dass die Eiweiße denen von Pollen sehr ähneln. Meist sind Birkenpollen der Auslöser. Sie können beispielsweise eine Kreuzallergie auf Äpfel, Sellerie, Nüsse oder Karotten begünstigen. Davon abgesehen ist unklar, wie es zu einer Nahrungsmittelallergie kommt. Typische Auslöser sind:

  • Nüsse und Hülsenfrüchte: vor allem Erdnuss, Walnuss und Haselnuss
  • Hühnerei, Kuhmilch, Soja, Weizen
  • Kern- und Steinobst, Sellerie, Möhren
  • Fisch, Meeresfrüchte, Flescih

Bei Kindern sind Allergien gegen Nüsse, Kuhmilch, Soja, Weißen und Hühnerei am häufigsten. Erwachsene sind meist gegen Nüsse, Soja, Sellerie oder Meeresfrüchte allergisch.

Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie, helfen Haut- und Blutteste, den Auslöser ausfindig zu machen. Bei diesen Tests wird untersucht, ob das Immunsystem auf bestimmte Auslöser übermäßig reagiert.
Beim Hauttest, dem sogenannten Prick-Test, werden mögliche Allergene mit etwas Abstand voneinander auf den Rücken oder Unterarm aufgetragen. Anschließend wird die Haut an diesen Stellen leicht eingeritzt, damit die Substanzen in die Haut
gelangen. Dann wird beobachtet, ob sie sich rötet oder juckende Quaddeln entstehen. Bei der Blutuntersuchung prüft die Ärztin oder der Arzt, ob der Körper bestimmte Antikörper gegen ein Nahrungsmittel gebildet hat. Diese Untersuchungen reichen aber meist nicht aus, um eine Nahrungsmittelallergie nachzuweisen oder auszuschließen. Oft ist ein Provokationstest nötig, bei dem kleine Mengen des verdächtigen Nahrungsmittels unter ärztlicher Beobachtung gegessen werden.
Je nach Situation können auch ein Ernährungstagebuch oder eine Diät, die vermeintlichen auslösenden Lebensmittel weiterhelfen.

Behandlung

Die wichtigste Behandlung besteht darin, die entsprechenden Nahrungsmittel zu vermeiden.
Medikamente werden in der Regel nur bei stärkeren Beschwerden kurzfristig eingesetzt und eine medikamentöse Dauertherapie spielt selten eine Rolle.

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